Marcus Bredt arbeitet seit vielen Jahren als freiberuflicher Architekturfotograf und ist als solcher weltweit für seine Auftraggeber unterwegs. Der Wahlberliner absolvierte eine klassische Ausbildung und entdeckte früh die Architektur als seinen Wirkungsschwerpunkt. Während seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Daniel Libeskind entwickelte er seinen ihm eigenen stilistischen Ausdruck und experimentiert bis heute mit immer neuen Ausdrucksvarianten, die seine aktuellen Arbeiten bereichern.

Besonders deutlich wird dies in dem Feld der Stadionfotografie, die seit 2009 zu einem seiner Schwerpunkte zählt. Vom Büro von Gerkan Marg und Partner beauftragt, dokumentiert er nicht nur zahlreiche Neu- und Umbauten in diesem Bereich, sondern porträtiert gleichzeitig den Dialog zwischen Bauwerk und seinem Umfeld. So entstanden zahlreiche Städteporträts, die weit über eine klassische Dokumentation hinausgehen und durch das Zusammenspiel von Architektur, Umgebung und Alltagsleben überzeugen. Besonders hervorzuheben ist hier die Langzeitbeobachtung der Stadt Lingang New City in China. Mit seinen Bildern setzt Bredt nicht auf kurzfristige Wirkung, sondern fordert den Betrachter zu einer Auseinandersetzung mit diesen auf.

2015 wurde er vom Goethe-Institut unter die 10 besten Architekturfotografen Deutschlands gewählt.

Während seiner Aufenthalte in den unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten ist es Marcus Bredt immer ein Anliegen, die Menschen und Kulturen im direkten Austausch kennenzulernen. Besonders wirkungsvoll gelingt ihm dies bei Projekten wie der Leitung eines Workshops für das Goethe-Institut in Alexandria 2017, währenddessen nicht nur die Teilnehmer lernten, über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Mit Akribie, Geduld, aber auch viel Witz gelingt es ihm, die oft gegensätzlichen Vorstellungen der unterschiedlichen Kulturen facettenreich darzustellen und gibt dem Betrachter durch liebevolle Detailbeobachtung Gelegenheit, sich ein eigenes Bild zu schaffen.